Transcript
Ja, na bitte, da ist er doch sehr Sebastian.
Sebastian, einmal das Mikro anklicken, da du stellst deine Sprecher an,
dann kann ich dir die Sprecherlaubnis erteilen.
Du fährst nicht schon getan, das genau so funktioniert super.
Ja, ich hoffe heute wird das alles ein bisschen besser laufen.
Ilorin hat ja wieder tolle Updates gefahren und wir sind die Leitragende,
nur müssen sie wieder ausbaden.
Ich hab euch versprochen, heute ist Sebastian eben unser Gast.
Sebastian hat eigentlich eine komplett breite Range, wo wir ihn abfragen können.
Quasi hat er sich mal bei den Leuten erkundigt,
dass das große Russland ist, wie sich da eigentlich so lebt mit dem großen Russland nebenan.
Dann hat er die Reportage gemacht über die Foltermethoden in Militär in Russland.
Er hat auch vergeblich versucht, eine Journalistenlistenz oder wie nennt sich das zu bekommen.
Kann aber nicht.
Und von all dem kann er uns heute erzählen, aber Sebastian,
bevor ich dir da irgendwelchen Blödsinn erzähle,
stell dich doch mal bitte vor, für die die dich nicht kennen
und erzähle uns einfach mal was du so machst.
Ja, hallo, ich hoffe, ihr könnt mich hören.
Ich hab es zum Beispiel mal das Mikrofon.
Sehr gut sogar.
Perfekt super.
Das, das dann, dann haben wir die erste höhere schon mal.
Beispiel.
Ja, ich bin die Reporter beim ZDF schon seit 13, 14 Jahren, circa.
Ich hab angefangen ganz normal, wie man das so macht mit Praktika und so weiter
und dann auch beim ZDF orientiert und war dann drei oder vier Jahre beim Auslandjournal tätig
und hatte damit einen möglichen Themen zu tun unter anderem,
weil ich in Afghanistan, in den USA, in Indien und habe unterschiedlichste Themen bearbeitet
und kam zum Thema Russland und ehemalige Subjektin,
die uns ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinder,
weil ich eigentlich im Spanien studiert habe, auch ganz passables, spanische und englische Spreche.
Und wie das dann manchmal so ist, hat man mich im Herbst 2021 gefragt,
ob ich nicht Lust hätte, eine Elternzeitvertretung im Studium Moskautes ZDF zu machen
und hat dann gesagt, ja, das mache ich.
Und dann hat das irgendwie beim ZDF aus verschiedenen Gründen ein bisschen länger gedauert
und dann hieß es im Februar 2022, ob ich denn nicht Lust hätte, in die Ukraine zu gehen.
Und jetzt war natürlich irgendwie, ich glaube, man hat beim ZDF selber nicht so ganz realisiert
oder wie ich ja auch nicht ehrlicherweise was uns da bevorsteht
und bin dann mit einem der letzten Linienflüge wahrscheinlich irgendwann am 15. oder 14.
Da vielleicht was auch 12.
Ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall irgendwann mit der Februar nach Kieff gflogen
und war dann im Kieff im Motel Ukraine mit ganz vielen anderen internationalen Journalisten
und werden sozusagen darauf gewartet, dass es Neuigkeiten gibt,
in dieser immer stärker aufziehenden Krise und wurden dann am 20. oder 21.
Das ist da für ihre Irakiert nach Levyf.
Und da habe ich dann die Inversion, die voll Inversion sozusagen hautnah miterlebt
und dann auch für das ZDF berichtet wurde dann rausgebracht aus der Ukraine
weil auch nicht alle unsere Teammitglieder bleiben wollten.
Und ich musste mich dem dann anschließen und dann diese Ausweis und diese sehr chaotischen Szene an
den Grenzvergang gegen nach Polen auch miterlebt.
Und wurde dann nach meiner Rückkehr gefragt, ob ich mir dem nicht vorstellen könnte,
auch aus Moskau zu berichten, dann vermutlich auch einigermaßen zufrieden war
mit der Berichterstattung, die ich in der Ukraine gemacht hatte.
Und dann habe ich gesagt, ja, ich kann ich mir das auch vorstellen.
Auch da habe ich vielleicht auch nicht genügend drüber nachgenommen.
Hab dann gesagt, ja, ich bin jetzt auch kein ängstlicher Reporter und habe dann gesagt,
ich kann ja mal hinfahren und dann schaue ich mir das mal an.
Und dann bin ich nach Moskau gefahren im April 2022.
Hatte da auch eine schöne Begegnung an der Grenze, wurde von SSB beamtend dann noch mal ein bisschen befragt,
verwutlich weil ich einen Stempel aus der Ukraine noch in einem Pass hatte.
Und bin dann in Moskau gewesen zwei Wochen lang, glaube ich.
Und habe auf die endgültige Arbeitserlaubnis gewartet, die nie kam.
Man hat uns immer gesagt, die kommt morgen, die kommt morgen, die kommt irgendwann.
Aber sie kam nie und dann bin ich unverrichtet, da Dinge wieder nach Deutschland zurückgefahren,
hat da weiter über den Ukraine Krieg berichtet, aber mit Standort meins.
Und dann sollte ich fest nach Moskau umziehen und man hat sich sozusagen,
also ich war dann der Korrespondent, hat einen Bewerbungsverfahren durchlaufen.
Und dann sollte dann nach Moskau umziehen, wenn dann im Oktober 2022 das zweite Mal nach Moskau geflogen,
diesmal mit dem Touristenwiesen, man hat eine Wohnung angeschaut,
hat auch schon eine gefunden und bin dann wieder zurück und habe darauf gewartet,
dass die Arbeitserlaubnis kommt, also das Arbeitswiesen und die Akkreditierung.
Das in Russland, die braucht man um dort zu arbeiten.
Und die kam nicht. Und ich habe gewartet und gewartet.
Und also im Mai 23 oder endem Mai 23 hab ich dann gesagt,
dass ich kann auch so nicht weiter machen, ich muss jetzt mal mit meinem Leben irgendwie,
ich kann hier nicht aufgepackten Koffern sitzen.
Und dann habe ich gesagt, ich gehe da nicht mehr hin.
Und hab dann aber dem ZDF gesagt, dass ich das Thema, also das Studium Moskau,
ist ja nicht nur in Russland, sondern auch die größte Anzahl ehemaliger Sowjetrepubliken
mit Ausnahme von den baltischen Staaten kümmert sich also auch um die Berichterstattung aus diesen Ländern.
Und ich habe gesagt, ich kann das auch weiter machen, also über Russland berichten,
aber mit Standort Mainz, bis sie jemand anderen gefunden haben, der dahin bilden
und berichte auch aus den Ländern außen rum, sozusagen.
Also dazu gehört die Republik Moldau, der ganze Kaukosus, also da ist ein bisschen aussebar,
weil ja, sorry, ja.
Wir wollen ja auch spezifisch löchern.
Also jetzt mal gerne.
Sehr gerne unterbrecht mich gerne, wenn ich davon galopiere.
Ich dachte, ihr wolltet einfach eine detaillierte, aber ihr könnt mich gerne alles fragen,
ja, auf jeden Fall nur um das noch kurz abzukürzen.
Ich warte jetzt sei, also bezüglich, das ist warte nicht, aber ich bin jetzt seit vier Jahren
immer noch correspondent, bezüglich, das ist eine Reporter zuständig für Russland
und immer noch mit Sitz im Mainz.
Darin hat sich nichts geändert, weil sich bisher auch vermutlich keiner gefunden hat,
der tatsächlich meinen Job übernehmen will und das mache ich nach wie vor,
das dieses Thema zu beackern.
Beackern, jetzt muss ich meinen Nachfragen.
Wie stell ich mir jetzt eine Wohnungssuche in Moskau vor,
wo ja quasi eigentlich dir jeder mistraut, wenn du da schon ein Läufsturm läuft?
Oder sich das falsch?
Also was heißt, was heißt, mistraut?
Das war eine Agentur, die uns die Wohnungen gezeigt hat.
Der Wohnungsmarkt damals war wie leer gefegt.
Also wir haben ganz tolle Wohnungen zu sehen bekommen,
weil wir, weil viele ausländische,
ja auch aus der Wirtschaft, viele Ausländer einfach raus sind aus Russland.
Also wir haben zum Beispiel die Wohnung vom ehemaligen Lorealschiff,
wo er uns gezeigt, das war ein Palast, den haben die uns für ein Viertel des Preises angeboten.
Also wir haben gesagt, da können wir gar nicht einzeln,
weil ich bekommen das gar nicht möbliert.
Ich muss ja irgendwann die Möbel ja mit nach Hause nehmen.
Ich habe aber in Deutschland kürnt ich mir so die Wohnung, die leistet.
Die Küche hatte irgendwie 60 Quadratmeter, das tue ich.
Da hätte unser Tisch hätte da Mikricht drin ausgesehen.
Und da war die Agentur in den Markleren, die hat uns diese Wohnungen gezeigt.
Und Mistraut hat uns da, glaube ich, erst mal niemand,
weil wir da auch die Besitzer gar nicht so Gesicht bekommen haben.
So, jetzt habe ich mir natürlich die Reportagen von dir angeguckt.
Ich glaube, es war Leben im Schatten Russland.
Sie sind die, ne?
Das waren drei Tage da.
Also ich fand das ja irre, weil du warst ja auch bei diesen,
ich weiß jetzt nicht mehr welches Land, das war also so aus,
wenn ich gelernt habe, ich sehe nicht.
Aber du warst ja auch bei diesen Menschen, die da völlig out-hack irgendein,
wo im Nirgendwo wohnt und in diesen Juten wohnt und hast da mit den Menschen gesprochen.
Da geht man ja eigentlich davon aus, die kriegen eigentlich gar nicht so viel mit da.
Weil das war ja wirklich einfach nur weit weg von allem.
Ja, also ich muss gleich zur Einschränkung sagen.
Die Juten, das war meine Frau, mit der ich zusammen den Filmen gemacht habe,
die war im Kirchysistan und in Kassachstan.
Ich war unter anderem Moldau, Azerbaijan für den Film in Georg,
aus Bekastan war ich erst später.
Also ich glaube, dass mit den Juten, das war meine Frau,
die mit der ich den Film zusammen gemacht habe.
Aber ja, ich kann das natürlich auch aus ihren Erzählungen sagen,
über den Ukraine, über den Krieg in der Ukraine und die Beweggründe und warum Russland
diesen Krieg angefangen hat oder was Russlandsgründe sind und was so das kriegen,
die natürlich jetzt wenig mit.
Ich kann da so eine Episode erzählen von,
also was mich sehr beeindruckt hat, als ich in der Republik Moldau war und aus dem Land
gibt es ja durchaus auch sehr viele Leute, die pro russisch sind.
Und die ähm ältere Leute vor allem haben weniger Zugang zu sozialen Medien
oder zu anderen Medien als das normale Fernsehen und da läuft,
dann lief bei so einer alten Frau oder älteren Dame lief der dagensgrossische Staatsfernsehen
und die hat uns dann im Interview im Prinzip die Inhalte wiedergegeben, die das russische Staatsfern sind ja auch
taktäglich rauf und runterbetet.
Das war ich ganz spannend, weil ich man da sehen konnte, okay, so wirkt das also.
Wenn sich Leute nicht viel mit Politik beschäftigen,
dann sind die natürlich ein bisschen empfänglicher für
diese russischen Medien an deren Inhalte.
Jetzt hat sich ich so das Gefühl, dass man bei
also je näher das an Russland ran kam, hatte ich das Gefühl,
musste man eigentlich auch das Talent besitzen, so zwischen den Zeilen zu lesen, weil die die Leute natürlich nicht
eigentlich so oder in Russland selber auch sagen können, Putin ist doof und ich finde den Krieg scheiße. Das ist ja da nicht möglich.
Manche haben das dann immer so nett ums schrieben.
Da muss man glaube ich dann auch so ein bisschen so eine Antenne für haben.
Und es ist sehr sensible eigentlich mit Menschen darüber zu sprechen, oder?
Ja, wobei, also ich finde, also je mehr ich über die in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion unterwegs bin,
das du mehr musst, ich sage, ist das auch oft weit verbreitet, speziell bei älteren Leuten,
dass also im Vergleich zum Berichterstattung beispielsweise in den USA da fragt sie die Leute und die
Antworten, die relativ frei heraus und auch sehr kurz. Und in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion,
ja, der hast du voll vom Recht, muss man ein bisschen mehr zwischen den Zeilen lesen, ein bisschen mehr,
da dauern die Interviews auch ein bisschen länger. Also da kriegt man nicht sofort das zu hören und gesagt,
was man eventuell wissen will, sondern dann ist das mir das mehr ums schrieben, hatte ich das Gefühl.
Von daher speziell so Themen, das merken wir ja auch wenn wir, wenn unsere Kollegen in Moskau mit in Russland drehen,
dass man, also das Thema Krieg und das Thema Erfolginversion, etc.
PP, dass das schon, dass da schon viel zwischen den Zeilen geredet wird und dass man einfach ein bisschen braucht,
bis man die Leute öffnet. Aber das macht ja auch Fäge, Fäge, Reporter aus, muss man ein bisschen gut
doodlicher sein als anderswochen. Das wollte ich nämlich gerade sagen, ich kann mir jetzt nicht vorstellen,
wenn du jetzt dahin kommst und sagst, alle ja los, ich bin ja der Journalist und ich hätte jetzt gerne mal ein paar Fragen
beantwortet, die sind ja nicht alle direkt so, dass du sagen, ja, herzlich Dank auch, dann kommen sie mal ja,
kriegen Sie mal an Theo und dann rede ich hier, weil Putin ist ja so ein heikles Thema. Die Frage ist oder die Frage ich habe,
gibt es bei den Ländern, die du da bereist hast, ein Land, wo du wirklich merkst, also die haben so ein richtigen
Ruchus auf Russland, also die kommen mit dem Nachbar so überhaupt gar nicht klar, weil es gibt ja eigentlich immer so ein paar,
die dann sagen, ja, mein Gott, die wundern im Allerbar, die tun haben ja nichts und dann gibt es immer welche, die sagen,
ne, will ich gar nichts mit so tun haben. Ich habe das zum Beispiel, glaube das ist Moldau, die die Brücke,
die Rüstung Russland haben und wo einfach die Brücke die Grenze ist, also auf der anderen Seite ist Russland und
... Moldau, glaube ich nicht, also das ist dann eher die baltischen Staaten, Moldau hat eine Grenze mit Ukraine,
mit Rumänien, das ist ja so ein Süden, aber ja, also die baltischen Staaten ...